Le Verger Wandelvakanties

Die Vogesen

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Der Name Vogesen hat zwei Bedeutungen; es ist das meist südlich gelegene Departement der Region Lorraine (Lotharingen) únd es ist die Bezeichnung für eine Gebirgskette die zusammen mit dem Schwarzwald das Rheintal über eine Distanz von zirka 170 Km abgrenzt.

Das Gebirge ist landschaftlich eines der meist variierten und naturreichsten Mittelgebirge Europas und vor gut 60 Millionen Jahren gleichzeitig mit dem Schwarzwald entstanden. Bestehend aus Granit und rotem Sandstein ist es wie man sagen kann das Rückgrat zweier alten Kulturlandschaften: am Fuße der steilen Ostseite liegen die sonnigen Weingärten des Elsass, im Westen fällt das Gebirge allmählich ab zu den Weizenfeldern und Obstgärten (Bongerten) der Lorraine. Abgesehen von den Felspartien die denken lassen an das Hochgebirge, Seen und Gebirgsklüften mit Wasserfällen, finden Sie hier Bergspitzen, Hügel und Bergweiden mit Sicht auf die Alpen. In den bewaldeten Tälern liegen alte, rustikale Dörfer, Kirchen, Klöster und Ruinen von abgelegenen Burgen. Bizarre Felsformationen durchbrechen das Grün der prächtigen Wälder und bieten eine einmalige Sicht auf das fruchtbare Land am Fuße des Gebirges.

Die Vogesen gehören seit 1989 zu dem geschützten Naturgebiet, dem “Parc Naturel Régional des Ballons des Vosges” in dem Umweltschutz und die ökonomische Entwicklung im Vordergrund stehen. Es gibt viele Wälder mit überwiegend gemischtem Baumbestand in denen die Chance sehr groß ist während Ihren Wanderungen ein Reh oder einen Hirsch zu begegnen. Auch gibt es eine enorme Variation an Gräsern, Pflanzen, Sträuchern, Blumen, Beeren und Pilzen. Die runden Kuppen der Haupt- und Seitenrücken, die “Ballons”, sind mit Wiesen bedeckt. An der Ostseite, wo die Hänge steil abfallen, befinden sich tiefe Täler und Karrseen die während der Eiszeit entstanden sind.

Das Gebirge wurde von den Kelten das “Vosgengebirge” genannt (Lateinisch: mons Vosegus) oder “Vosgenwald” (Lateinisch: Vosega silva). In der Französischen Sprache klingt dieser Name noch immer durch: “Les Vosges”

Wandern in den Vogesen
Das Wandern ist eine der Hauptaktivitäten in und rundum der Vogesen. Und dann geht es dabei nicht um kleine Touren von einigen Stunden oder Tagestouren, sondern auch um mehrtägige Wandertouren. Wie zum Beispiel der “Grandes Randonnées” wobei Beginn- und Endpunkt weit auseinander liegen und in Ferienwohnungen oder Bauernherbergen übernachtet wird. Die GR5 und die GR531 sind die am meisten Beeindruckenden; sie verlaufen genau über oder entlang des Kammes des Vogesenmassivs. Auch die GR533 ist es wert erwandert zu werden; sie fängt an in Sarrebourg und verläuft über die Ausläufer der Vogesen an der Seite von der Lorraine nach Süden. Diese GR verläuft in direkter Nähe von Le Verger und der Abschnitt ab St. Dié in Richtung Gérardmer wurde in einigen der Wanderrouten mit aufgenommen.
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Route des Crêtes
Für diejenige, die einen weiten Horizont und windige Hochebene lieben ist der “Kammenweg” oder die so genannte “Route des Crêtes” eine wirkliche Empfehlung. Dieser Weg erreicht man über den “Col de Bonhomme”, einer der bekanntesten Pässe im Vogesenmassiv. Zwischen den “Col de Bonhomme” und den “Col de la Schlucht sind die “hautes chaumes” (hohe Stoppel) zu finden, teils natürliche wüste Landschaft von der in den Vogesen nur noch etwa 200 Ha übrig ist. Wanderungen rundum den “Lac Vert” (Grünsee) und den “Lac des Truits” (Forellensee) (die höchstgelegene künstliche See der Vogesen 1060 M) bringen Sie in Berührung mit diesen hoch gelegenen Moorgebiete mit einem enormen Blumenreichtum. Wegen der guten Zugänglichkeit über die “Route des Crêtes” sind die “haute chaumes” bedroht. Die “Gazons” (Grünflächen) wie diese auch genannt werden sind deshalb in einen Naturreservat, das “Reserve Naturelle de Tanet-Gazon du Faing”, aufgenommen.

Etwas mehr südlich finden Sie die Spitzen von dem “Massif du Hohneck” (Hohneckmassivs) (1363 M) mit Rundumsicht zum “Grand Ballon”, zum Schwarzwald und bei klarem Wetter zu den Alpen, und von dem “Kastelberg” (1346 M). Die südlichen Hänge des Kastelberges sind zu steil und zu felsig um dort Produktivwald zu betreiben und deshalb treffen Sie hier auf eine Art Urwald. Hier kann man sehr schöne Wanderungen machen oberhalb der Waldgrenze dieses Urwaldes über die hochgelegenen Weiden die so typisch sind für den Bergkamm zwischen Hohneck und Kastelberg; so hat der “Sentier des Névés” (Névéroute) blendende Aussichten und wird die “Sentier des Roches” (Felsenroute) verlängert durch einen Waldweg der zu dem schönen Talkessel von Frankental verläuft.
Der Bergkamm teilt sich in zwei Seitenmassive die jeder für sich bis auf großer Höhe kommen: “le Grand Ballon” (1424M) und den “Ballon d’Alsace”(1247M).

Das Wanderwegenetz
In 1872 wurde die “Féderation du Club Vosgien” gegründet. Ziel ist die Förderung und Entwicklung des Wandertourismus, u. A. durch die Studie zur Errichtung von Wegebezeichnung und freiwilligen Unterhalt von mehr als 16.500 Km (!) Wanderwege.
Die Föderation ist Ansprechpartner für Wanderer in sieben östlichen Provinzen, unter denen die Vogesen, und hat 40.000 Mitglieder. Die Wanderwege sind versehen von Markierungen wie Dreiecke, Rechtecke, Kreuze usw. in verschiedenen Farben. In den topographischen Karten sind diese Symbole zurückzufinden und Sie diese auch in unseren Routenbeschreibungen. Für das Gebiet in dem wir unsere Wanderungen ausgesetzt haben, haben wir die Karten des Instituts “Geographique National” 36170T-st.Dié und 36180T-Le Hohneck-Gérardmer benutzt.